Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen

Kinder stärken – Grenzen wahren.

Jedes Kind hat ein Recht auf uneingeschränkten Schutz, Teilhabe und allem, was es zu einer gesunden Entwicklung braucht. Das bedeutet für uns gelebte Inklusion. Deshalb leisten wir neben bedürfnisorientierten Selbstbehauptungskursen für Kinder und Jugendliche auch aktiv Kinderschutzarbeit. Sport, Bewegung und Entspannung stehen dabei immer im Fokus.
Seit Juli 2025 betreuen wir einen Raum an der Grundschule Vogelstang, in dem Kinder eine Anlaufstelle haben. Wenn sie Schutz suchen, nicht in der Lage sind, im Unterricht zu kooperieren, besondere Herausforderungen bewältigen müssen oder eine Auszeit brauchen, bevor sie wieder erfolgreich am Unterricht teilnehmen.
Unser pädagogisches Sportkonzept bietet dafür die richtigen Instrumente für unsere geschulten Trainer*innen.

Ziele
Ein sicherer Raum für Kinder
Gewalt reduzieren
mehr Bildungsgerechtigkeit
physisch und psychisch gesunde Kinder
entlastete und sensibilisierte Fachkräfte
Echter Lernraum für soziales Lernen
Entlastung für Kinder, die gerade in der Lernbereitschaft sind
Wirkung durch pädagogisches Sportkonzept
Bewegung und Prävention: Bewegungsangebote, Ruhepausen, soziales Training & Selbstregulation
Gewaltreduktion: Soforthilfe bei Konflikten, Selbstbehauptung und deeskalierende Selbstverteidigung
Inklusion und Chancengerechtigkeit: individuelle Förderung, Sprachbarrieren auflösen durch gemeinsame ampelSprache
Elternarbeit: kostenfreier Zugang zu Unterstützung mit Hilfe des ampelfitKonzepts
Herausforderungen
Finanzierung des Projekts
Startchancen-Budget deckt nur 50% der Kosten ab
keine finanziellen Mittel zur Ausbildung weiterer Trainer*innen
Inklusionsgerechte Raumausstattung: kein Budget für Raumausstattung
Personal: aktuell müssen mehr Trainer*innen ausgebildet werden, um die Anfragen von weiteren Schulen und Kitas bedienen zu können
Fundament
Interdisziplinäres Team (Medizin, Sport, Pädagogik)
ampelfitAusbildung
ehrenamtlicher Einsatz & private Mittel der Gesellschafter*innen
Engagement der Schulleitung

Fallbeispiele aus dem Alltag

Praktische Gewaltprävention

Tim* kommt mit geballten Fäusten, während der Bewegungspause, zum ampelfitZimmer und sagt "Ich brauche Hilfe, wenn ich jetzt nicht reinkomme, dann verhaue ich jemanden". Die ampelfitTrainerin lässt ihn sofort ins Zimmer und bietet ihm an bei der Vorlesestunde teilzunehmen um sich zunächst zu beruhigen. Nach dem Klingeln zum Ende der Pause ist Tim schon etwas ruhiger und klärt mit der Trainerin die Situation im Gespräch und kann das Erlebte auf diese Weise positiv verarbeiten. Tim hat große Probleme mit der Selbstregulation, deshalb geriet er vor ampelfit häufig in Schlägereien auf dem Schulhof. Bei ampelfit lernt er Strategien mit seiner Wut umzugehen und hat gleichzeitig eine sichere und wertfreie Anlaufstelle, wenn ihm dies alleine nicht gelingt.

Tim erhielt Hilfe, statt Strafe

Echte Teilhabe

Anton* ist in der ersten Klasse. Er ist klug und lernbegeistert Kind. Doch Anton hat Probleme sich im sozialen Gefüge einer Klasse einzuordnen, still zu sitzen, Anweisungen zu folgen. Oft ist ihm alles zu viel, dann schaltet er ab, kommt nicht mehr mit, verweigert sich. Sein Frust steigt, er ist überreizt. Seine Unbeholfenheit und seine Überforderung äußern sich in Gewalt und Unruhe. Bei ampelfit bekommt er eines, Ruhe. Ein Raum indem er runterfahren kann, er wird begleitet im Umgang mit seinen Gefühlen. Inzwischen kommt Anton oft und gerne. Denn zwei mal 10 Minuten am Tag helfen ihm, dass er den Rest des Unterrichts konzentrierter arbeiten kann. Die Pausenangebote nutzt er auch gerne. Hier kann er in einem geschützten Rahmen den sozialen Umgang miteinander üben und zeitgleich Kind sein.

Anton kann wieder erfolgreich am Unterricht teilnehmen
*Zum Schutz der Kinder und der Einrichtung sind die Namen frei erfunden.

Projekterfolge in den ersten vier Monaten

80% weniger Gewalt

In den ersten Monaten gab es 80% weniger Meldungen bei der Clearing-Stelle, die für die Klärung von Gewaltdelikten an der Schule zuständig ist.

Fitte Kinder - mehr Bewegung im Schulalltag

Durch die täglichen Bewegungsangebote von ampelfit in allen Pausen, haben Kinder Zugang zu Sport, die sonst keinen Zugang zu außerschulischer Bildung und Bewegung haben. Auch an Tagen, an denen kein Sportunterricht stattfindet. Kinder, die das Angebot regelmäßig in Anspruch nehmen, haben bereits deutliche Verbesserung in Kondition und Mobilität erreicht.

Mehr effektive Lernzeit

Weil die Kinder, die nicht mehr erfolgreich am Unterricht teilnehmen können, bei ampelfit eine Auszeit nehmen können, herrscht im Klassenzimmer mehr Ruhe.

Steigerung der Resilienz

Bewegung führt zur Ausschüttung von positiven Hormonen wie Endorphinen, Dopamin und Serotonin. Entspannungsübungen helfen Gefühle zu regulieren und unterstützen das Immunsystem. Außerdem lernen die Kinder im Zimmer Gefühle kennen und zu benennen. Durch die Begleitung der Kinder berichten die Fachkräfte von mehr Ruhe im Klassenzimmer. Kinder, die zuvor nicht mehr am Unterricht teilnehmen konnten wurden wieder erfolgreich integriert.

Entlastung des Unterrichtsgeschehens

Fachkräfte sind entlastet, weil sie in herausfordernden Situationen, ampelfit zu Hilfe holen konnten. Mit ampelfit ist eher möglich allen Kindern gerecht zu werden, denn wenn ein Kind sich nicht einordnen kann fehlt der Fokus für die gesamte Klasse.

Echte Veränderung und Entlastung

Die Kinder, Fachkräfte und Einrichtungsleitung sagen, dass ampelfit eine echte Entlastung im Schulalltag ist.

Wir reden nicht nur über Kinder, sondern auch mit ihnen

Wir haben einige Kinder der Grundschule gefragt, wieso das ampelfitZimmer für sie wichtig ist und wieso es bestehen bleiben sollte. 
Hier sind einige der Antworten: 

Dass man sich wohl und sicher fühlt

Falls es einem zu laut wird in den Pausen

Wenn es einem schlecht geht, oder man geägert wird

Um sich zu bewegen

Um zu lernen, wie man mit anderen umgeht

Wenn jemandem was schlechtes passiert ist

Mit ihnen zu reden, damit man sich besser fühlt

Damit man sich ausruhen kann

Dass man da Freiheit hat

Wenn man Kopfschmerzen hat

Wenn man traurig ist

Wenn man wütend ist

Wenn die Mama mich schlägt

Wenn ich Streit mit meiner Lehrerin habe

Jetzt spenden